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31. Januar 2015

Festival d’Angoulême vergibt neuen Preis im Namen von Charlie Hebdo

Filed under: Neuigkeiten — Schlagwörter: , , — Bruno @ 08:52

    fauve-charlie-colStatt – wie es ebenfalls bereits im Gespräch war – dem Magazin Charlie Hebdo den Grand Prix des Festivals zu verleihen, hat man sich entschieden, einen neuen Preis auszuschreiben, einen Preis der freien Meinungsäußerung. Dieser Preis soll auch in Zukunft Teil des Festivals werden und so auf Dauer an die Opfer des Attentats vom 7. Januar erinnern und Zeichner und ihre Werke auszeichnen, die ebenso unbeirrbar ihre Gedanken und Meinungen äußern wie die Charlie Hebdo-Zeichner Cabu, Wolinski, Charb, Tignous und Honoré.

    Weitere Informationen zu dem neuen Preis auf der offiziellen Seite des Festivals:
    http://www.bdangouleme.com/655,le-42e-festival-d-angouleme-et-charlie-hebdo

    Der „Prix de la liberté d’expression“ wurde auf dem Comic-Festival, das in diesen Tagen zum 42. Mal in Angoulême stattfindet, dem Zeichner und Comic-Verleger Jean-Christophe Menu überreicht, der die Überlebenden der Charlie Hebdo-Redaktion vertrat. Diese hatten nicht erscheinen wollen. Er hat das Magazin aber würdig vertreten und kein Blatt vor den Mund genommen. Bei der Preisverleihung am vergangenen Donnerstagabend in Angoulême sprach er zunächst leidenschaftlich über die Solidaritätsbekundungen mit Charlie Hebdo: „Je suis Charlie, das heißt eben nicht, die Glocken von Notre-Dame läuten zu lassen und diejenigen zu Nationalhelden zu erklären, die auf die Macht in allen ihren Formen immer nur geschissen haben.
    Weiter hat Jean-Christophe Menu den (anwesenden) Bürgermeister der Stadt aufs Korn genommen, da dieser vor ein paar Wochen Absperrgitter um öffentliche Bänke hatte errichten lassen, um Obdachlose zu vertreiben: „Charlie lacht, wenn der Bürgermeister von Angoulême Zookäfige um öffentliche Bänke setzen lässt. Je suis Charlie ist kein Slogan, Charlie sagt dem Bürgermeister, dass er ein ‚con‚ (Idiot o.ä.) ist – das richte ich hiermit aus„.

    (Zitiert und übersetzt nach dem Bericht im Figaro, www.lefigaro.fr und dem von Le Monde, www.lemonde.fr)

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